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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
194
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an den SchooS einer einzigen zu heften: denn dahandhabt sie euch ganz ihres Gefallens/ die Vcrände-rung hingegen heilt euch von den Qualen, Uebeln,Martern und Eifersüchten, die eine einzige Geliebteverursacht, so wie rin Nagel den andern treibt. Da-her behaubte sich denn auch jener gute Schlaukopfnicht mit einer einzigen Haube oder Mütze, sondernnahm bald hier, bald dort her eine, so wie man inKolchosen und Hausern, wo man keine Nachtmützenoch H ube noch Kopfnetz mitgebracht hat, nehme«muß, was man findet um das Haupt zu bedecken,wer das will und nöthig hat: auch befand er sich solang er lebte und regierte, recht gut dabey.

Der König Karl der Achte, weil er die Damenzu sehr liebte, und ihnen in Festen und Turnieren zusehr zu gefallen suchte, vcrtohr darüber sein König-reich Neapel und bald darauf daS Leben, und allesweil er sich ihnen zu sehr ergeben hatte, nngcachtelseiner schwachen Complexion und Natur.

König Ludwig der Zwölfte liebte stark. Er hätteauch wenn er das nicht gethan hätte , nicht der Sohnseines Großvaters Ludwig seyn müssen, von dem erden Nahmen führte , und der äußerst genäschig war,was ihm auch das Leben kostete. Er lies seine ersteGemahlürn sitzen , um die Anna zu heirathen , einesehr reiche und sehr schöne Wittwe, und dann jeneschöne Maria von England, welche Ursache an seinemTod war, weil er sie zu oft umarmte, und überdießliebre er auch noch andre nebenher, und selbst cinegroßedamohls vermählte Dame, wie ich mir von einer al-ten Dame habe erzählen lassen. Dicß alles ist schongut, wenn man ohne Nachtheil seiner Person und feienes Staats liebt, wie einet , der sich in seinem eige-nen