Heinrich derZweyte
König von Frankreich.
Hsls dieser große König auf den Thron gelangte, be-^ * fand er sich in einer sehr glücklichen Lage: dennsein Reich hatte Frieden, und alle Kriege mit demKaiser waren beygelegt. Was den Englischen Königbetrifft, so hatte eS damit nicht viel auf sich, weiler, gegen den Kaiser betrachtet, nur ein schwacherFeind war.
Er fand die Finanzen in sehr gutem Zustand beson-ders den Schah im Louvre, den man auf drey bis vierMillionen schätzte, die noch stehende Einkünfte des an-getretenen Jahres ungerechnet und ganz ohne alleSchulden. Der König, sein Vater hinterlicß ihm dieseganze schöne Erbschaft. Schön kann sie heißen, wennman sie nicht mit verwirrten Händeln mit Kriegenund Schuldenlast hinterläßt; und hierin verdient inder That die Weisheit und das schöne Benehmen die-ses großen Königs Franz alle Bewunderung, so wieauch darin, daß ec sein Gut nicht verschleuderte, wieman ihm jedoch hatte Schuld geben wollen wegen un-mäßiger Geschenke an Damen, die er liebte.
Frey-