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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
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daß sie diese Reise fürchte, wie den'Tod, und hun«Lertmahl wünschte, lieber in Frankreich als bloße ver-wittweke Königin» zu bleiben, und sich mit dem ihrverschriebenen Witthum Touraine und Poitou zu be«gnügen , als in ihr wildes rauhes Land zurückzukchren.Allein ihre Herren Oheime, einige, nicht alle, riechenihr, ja drängten sie dazu: ich will hier nicht anführen,aus welchen Gründen; aber.nachher bereuten sie diesenFehler gar sehr.

Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß wennbey ihrer Abreise ihr Schwager Carl, derdamahls nochsehr klein und jung war, in den erforderlichen Jahrenauch so voll Liebe zu ihr gewesen wäre, wie ich ihngesehen habe, er sie nicht abrcisen lassen, sondern frischgeheirathck haben würde. Denn ich sah ihn nach»her so verliebt in sie, daß er nie ihr Portrait erblickte,ohne starr und entzückt daran hangen zu bleiben, unddes Anblicks fast gar nicht satt werden zu können;wobey er oft sagte: dieß sey die schönste Fürstin», die jein der Welt gebvhren worden sei,; und er halte seinenköniglichen Bruder für allzuglücklich, daß er eine soschöne Prinzessinn besessen habe; er dürft sich dahernicht über fernen frühen Todt beklagen, da er in dieserWelt sein Vergnügen im Besitz einer solchen Schön-heit gefunden und cS mit ihr getheilk habe: denn dieserGenuß sey in feinen Augen mehr werth, als der Besitzfeines Reichs.

Ware sie also noch in Frankreich gewesen, so wür«de er sich mit ihr vermählt haben , ungeachtet sie seineSchwägerin» war r denn er war fest dazu entschlossen,rind der damahlige Papst würde ihn aus keinen Fallseine Dispensation verweigert haben, die crsogareinemseiner Unterlhanen bewilligt hatte, dem Herrn "vn

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