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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
71
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So war also diese Fürstin« in jeder Kleidungschön, diese mochte barbarisch, weltlich höfisch oderrauh sepn. Um die Herzen noch desto stärker in Brandzu sehen, besaß sie auch noch die Vollkommenheit, daßihre Stimme sehr sanft und vortrefflich war Siesang sehr gut zur Laute, die sie mit dieser schönenmeisten Hand und diesen trotz denen der Aurora schöngeformten Fingern ganz meisterhaft spielte»

WaS laßt sich überhaupt noch weiter sagen vonihren Schönheiten, als dies noch, daß man von ihrsagte, die Sonne ihres Schottlands komme ihr garnicht gleich: denn manche Tage im Jahre leuchtet siedort nicht fünf Stunden, sie hingegen strahlte allezeit,so daß ihr Glanz sich üaer ihr Land und über ihr Volkverbreitete, das wegen der großen Entfernung seinesKlimaS von der großen Sonne dcS Himmels mehr Lichtbedürftig war, als irgend ein andres.

Ha, Schottland, jetzt mästen wohl deine Tagenoch weit kürzer seyn, als sie es zuvor schon waxen,und deine Nächte weit länger, da du diese Fin stinn ver-lohrenhast, die dich übe strahlte. Du warstaberauchsehr undankbar und be niesest viel) nicht durch TreueUnd Liebe erkenntlich, wie cS deine Pflicht erfordert hätte.

Diese Dame und Färstinn nun gefiel Frankreichso sehr, daß es den K mig Heinrich bat, sich nähermit ihr zu verbinden, und sie dem Herrn Dauphin

E 4 seinem