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Zweyte Abtheilung, Zehnter Band (1795)
Entstehung
Seite
67
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befriedigen, als indem er ihm die Tochter deS Her«zvgo von Gmse, Claudia von Lothringen gab, welch«damahls Wittwe von dem verstorbenen Herzog vonjongueville war, und welche dieser König so schön, /in«sichrsvvll, tugendhaft und vortrefflich fand, daß er eSsehr zufrieden war und sich sehr glücklich schätzte, siezur Gemahlinn zu bekommen und auch alle Ursachendazu fand, nachdem er mit ihr vermählt war; so wieauch das ganze Königreich Schottland, das sie sehrweislich regierte, als sie zur W-ttwe wurde, was einigeJahre nach ihrer Vermählung geschah, nachdem sieihm zuvordiese Schönheit, zu ihrer Zeit eine der schön-sten Prinzessinnen der Welt, gebohren hatte, nahmlichunsere Königin«, von der wir jetzt reden wollen.

Alsdiese gleichsam kaum gebohrsn war, und nochan den Brüsten sog, machten die Engländer einen Ein-fall in Schottland, wodurch i-re Mutter genöthigtwar, sie aus Furcht vor diesen wüthenden Anfall vonGut zu Gur in Schottland zu flüchten; und ohneden guten Beystand, welchen unser König Heinrichdahin sandte, würde sie wohl schwerlich gerettet wordensei-N. Demungeachret mußte man sie zu Schiffe brin-gen und den Wogen, Stürmen und Winden deSMeeres aussetzen, uin sie größerer Sicherheit wegennach Frankreich überzusetzcn»

Hier konnte ihr denn ihr Unstern nicht übers Meerfolgen. Da er sie dießmahi in Frankreich nicht an-zugreifen wagte, so ließ er ab von ihr uud das Glückreichte ihr die Hand. So wie sie weiter heranwuchs,sah man an ihr, wie ihre Schönheit und ihre großenTugenden sich so schnell in ihr entwi'ck-lten, daß gegenihr fünfzehntes Jahr schon ihre Schönheit wie devHelle Mittag, zuleuchten , und den stärksten GlanzEs zu