«3 Fortgang und Ende
ganze Guisesche Partei durch die Forderungenselbst, welche er ihr zu Nemours zugegeben hatte,in ein unauflösliches Nez sich verwickelt haben.So nahm Heinrich III. immer gerne die Stellungder Kaze in der Fabel zwischen dem Adler undEber, und — war fein Verhalmiß gegen dieNation und ihre Factionen noch so verworren, sobelustigte ihn der Gedanke r daß es nur von ihmabhänge, Einen Schritt auf die Seite zu trct,teu und den einen Theil auf den andern losstürzenzu lassen. Dieß schien ihm der Gipfel der Politik,auf welchem er sich so wvhkgesier, daß er dieUnterhaltung, weiche er mitten aus den Verwick-lungen schöpfte, selbst durch die unzeitigste Nach-giebigkeit gegen Beleidiger nicht allzu theuer zu be-zahlen meinte. In dieser Abart von Regierungs-künsten machte er seiner Abkunft von Caiharinavon Medicis nur allzu viele Ehre; nur besaß er dieStätigkeit nicht, mit welcher diese ausgelernte Tau-sendkünstlerinn ihre Plane verfolgte, und am EndeLurch jedes. Mittel durchzusetzen sich erlaubte.
Auch sie —- denn Alter entwöhnt am wenigstenvon Herrschbegierde — fand ihre Rechnung dabey,wenn ihr Sohn seinem eigenen Hang und den leich-ten Eingebungen seiner Lieblinge folgte. Sobaldeine Parthie die entschiedene Obermacht erhielt, sobedurfte ihr Sohn seine alte Führerin nicht einmahlmehr zu Unterhandlungen ; dem einzigen Geschäft,
worin