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28.
Das Wort.
Lebendigem Worte bin ich gut:
Das springt heran so wohlgemuth,
Das grüsst mit artigem Genick,
Ist lieblich selbst im Ungeschick,
Hat Blut in sich, kann herzhaft schnauben,Kriecht dann zum Ohre selbst dem Tauben,Und ringelt sich und flattert jetzt,
Und was es thut — das Wort ergetzt.
Doch bleibt das Wort ein zartes Wesen,Bald krank und aber bald genesen.
Wi’tfl ihm sein kleines Leben lassen,
Musst du es leicht und zierlich fassen,
Nicht plump betasten und bedrücken,
Es stirbt oft schon an bösen Blicken —Und liegt dann da, so ungestalt,
So seelenlos, so arm und kalt,
Sein kleiner Leichnam arg verwandelt,
Von Tod und Sterben missgehandelt.
Ein todtes Wort — ein hässlich Ding,
Ein klapperdürres Kling-Kling-Kling.
Pfui allen hässlichen Gewerben,
An denen Wort und Wörtchen sterben!