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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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wir ihm unsern Stolz, unsern Hohn, unsre Willenskraftentgegenstellen lernen, und es dem Indianer gleichthun,der, wie schlimm auch gepeinigt, sich an seinem Peinigerdurch die Bosheit seiner Zunge schadlos hält; sei es, dasswir uns vor dem Schmerz in jenes Nichts zurückziehn,in das stumme, starre, taube Sich-Ergeben, Sich-Vergessen,Sich-Auslöschen: man kommt aus solchen langen, ge-fährlichen Übungen der Plerrschaft über sich als einandrer Mensch heraus, mit einigen Fragezeichen mehr, vor Allem mit dem Willen, fürderhin mehr, tiefer,strenger, härter, böser, stiller zu fragen, als je bisher aufErden gefragt worden ist . . . Das Vertrauen zum Lebenist dahin; das Leben selber wurde ein Problem.Möge man ja nicht glauben, dass Einer damit noth-wendig zum Düsterling, zur Schleiereule geworden sei!Selbst die Liebe zum Leben ist noch möglich, nurliebt man anders ... Es ist die Liebe zu einem Weibe,das uns Zweifel macht . . .

Am seltsamsten ist Eins: man hat hinterdrein einenandren Geschmack einen zweiten Geschmack. Aussolchen Abgründen, auch aus dem Abgrunde desgrossen Verdachts kommt man neugeboren zurück,gehäutet, kitzlicher, boshafter, mit einem feineren Ge-schmack für die Freude, mit einer zarteren Zunge füralle guten Dinge, mit lustigeren Sinnen, mit einer zweitengefährlicheren Unschuld in der Freude, kindlicher zu-gleich und hundert Mal raffinirter, als man je vordemgewesen war.

Oh wie Einem nunmehr der Genuss zuwider ist, dergrobe, dumpfe, braune Genuss, wie ihn sonst die Ge-