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den Kräften —, welche aus jeder Wüste noch ein üppigesFruchtland zu schaffen vermag. Umgekehrt würde derLeidendste, Lebensärmste, am meisten die Milde, Fried-lichkeit und Güte nöthig haben — das, was heute Huma-nität genannt w T ird — im Denken sowohl wie im Handeln,womöglich einen Gott, der ganz eigentlich ein Gott fürKranke, ein Heiland ist, ebenso auch die Logik, die be-begriff liehe Verständlichkeit des Daseins selbst für Idioten— die typischen „Freigeister“, wie die „Idealisten“ und„schönen Seelen“, sind alle decadents — kurz, eine ge-wisse warme, furchtabwehrende Enge und Einschliessungin optimistische Florizonte, die Verdummung erlaubt . . .Dergestalt lernte .ich allmählich Epikur begreifen, denGegensatz eines dionysischen Griechen, insgleichen denChristen, der in der That nur eine Art Epikureer istund mit seinem „der Glaube macht selig“ dem Principdes Hedonismus so weit wie möglich folgt — bisüber jede intellektuelle Rechtschaffenheit hinweg . . .Wenn ich Etwas vor allen Psychologen voraus habe,so ist es Das, dass mein Blick geschärfter ist für jeneschwierigste und verfänglichste Art des Rückschlusses,in der die meisten Fehler gemacht werden — des Rück-schlusses vom Werk auf den Urheber, von der Thatauf den Thäter, vom Ideal auf Den, der es nöthig hat,von jeder Denk- und Werthungsweise auf das dahintercommandirende Bedürfniss. — In Hinsicht auf Artistenjeder Art bediene ich mich jetzt dieser Hauptunter-scheidung: ist hier der Hass gegen das Leben oder derÜberfluss an Leben schöpferisch geworden? In Goethezum Beispiel wurde der Überfluss schöpferisch, in Flau-bert der Hass: Flaubert, eine Neuausgabe Pascal’s, aberals Artist, mit dem Instinkt-Urtheil auf dem Grunde:„Flaubert est toujours haissable, l’homme n’est rien,