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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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Was den Deutschen abgeht.

i.

Unter Deutschen ist es heute nicht genug, Geist zuhaben: man muss ihn noch sich nehmen, sich Geist her-ausnehmen . . .

Vielleicht kenne ich die Deutschen, vielleicht darf ichselbst ihnen ein paar Wahrheiten sagen. Das neueDeutschland stellt ein grosses Quantum vererbter undangeschulter Tüchtigkeit dar, so dass es den aufgehäuftenSchatz von Kraft eine Zeit lang selbst verschwenderischausgeben darf. Es ist nicht eine hohe Cultur, die mitihm Herr geworden, noch weniger ein delikater Ge-schmack, eine vornehmeSchönheit der Instinkte; abermännlichere Tugenden, als sonst ein Land Europasaufweisen kann. Viel guter Muth und Achtung vor sichselber, viel Sicherheit im Verkehr, in der Gegenseitigkeitder Pflichten, viel Arbeitsamkeit, viel Ausdauer undeine angeerbte Mässigung, welche eher des Stachels alsdes Hemmschuhs bedarf. Ich füge hinzu, dass hier nochgehorcht wird, ohne dass das Gehorchen demüthigt . . .Und Niemand verachtet seinen Gegner . . .

Man sieht, es ist mein Wunsch, den Deutschen ge-recht zu sein: ich möchte mir darin nicht untreu werden, ich muss ihnen also auch meinen Einwand machen.Es zahlt sich theuer, zur Macht zu kommen: die Macht