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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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Wie die

wahre Welt endlich zur Fabelwurde.

Geschichte eines Irrthums.

1. Die wahre Welt, erreichbar für den Weisen, denFrommen, den Tugendhaften, er lebt in ihr, erist sie.

(Älteste Form der Idee, relativ klug, simpel, über-zeugend. Umschreibung des Satzesich, Plato, bindie Wahrheit.)

2. Die wahre Welt, unerreichbar für jetzt, aber verspro-chen für den Weisen, den Frommen, den Tugendhaften(für den Sünder, der Busse thut).

(Fortschrittt der Idee: sie wird feiner, verfänglicher,unfasslicher, sie wird Weib, sie wird christlich...)

3. Die wahre Welt, unerreichbar, unbeweisbar, unver-sprechbar, aber schon als gedacht ein Trost, eine Ver-pflichtung, ein Imperativ.

(Die alte Sonne im Grunde, aber durch Nebel undSkepsis hindurch; die Idee sublim geworden, bleich,nordisch, königsbergisch.)

4. Die wahre Welt unerreichbar? Jedenfalls unerreicht.Und als unerreicht auch unbekannt. Folglich auchnicht tröstend, erlösend, verpflichtend: wozu könnteuns etwas Unbekanntes verpflichten? . . .

(Grauer Morgen. Erstes Gähnen der Vernunft.Hahnenschrei des Positivismus.)