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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
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keit, an sich ein Einwand, ist unter Griechen beinaheeine Widerlegung. War Sokrates überhaupt ein Grieche?Die Hässlichkeit ist häufig genug der Ausdruck einergekreuzten, durch Kreuzung gehemmten Entwicklung.Im andren Falle erscheint sie als niedergehende Ent-wicklung. Die Anthropologen unter den Criminalistensagen uns, dass der typische Verbrecher hässlich ist:monstrum in fronte, monstrum in animo. Aber derVerbrecher ist ein decadent. War Sokrates ein typischerVerbrecher? Zum .Mindesten'widerspräche dem jenesberühmte Physiognomen-Urtheil nicht, das den Freundendes Sokrates so anstössig klang. Ein Ausländer, dersich auf Gesichter verstand, sagte, als er durch Athenkam, dem Sokrates ins Gesicht, er sei ein monstrum ,er berge alle schlimmen Laster und Begierden in sich.Und Sokrates antwortete bloss:Sie kennen mich,

mein Herr!

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Auf decadence bei Sokrates deutet nicht nur diezugestandne Wüstheit und Anarchie in den Instinkten:eben dahin deutet auch die Superfötation des Logischenund jene Rhachitiker-Bosheit, die ihn auszeichnet.Vergessen wir auch jene Gehörs-Hallucinationen nicht,die, alsDämonion des Sokrates, ins Religiöse inter-pretirt worden sind. Alles ist übertrieben, buffo, Cari-catur an ihm, Alles ist zugleich versteckt, hinter-gedanklich, unterirdisch. Ich suche zu begreifen, auswelcher Idiosynkrasie jene sokratische Gleichsetzungvon Vernunft = Tugend = Glück stammt: jene bizarrsteGleichsetzung, die es giebt und die in Sonderheit alleInstinkte des älteren Hellenen gegen sich hat.