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8 : Abth. 1, Bd. 8 (1895) Der Fall Wagner [u.a.]
Entstehung
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Das Problem des Sokrates.

i.

Über das Leben haben zu allen Zeiten die Weisestengleich geurtheilt: es taugt nichts . . . Immer und über-all hat man aus ihrem Munde denselben Klang gehört,einen Klang voll Zweifel, voll Schwermuth, voll Müdig-keit am Leben, voll Widerstand gegen das Leben. SelbstSokrates sagte, als er starb:leben das heisst langekrank sein: ich bin dem Heilande Asklepios einen Hahnschuldig. Selbst Sokrates hatte es satt. Was be-weist das? Worauf weist das? Ehemals hätte mangesagt ( oh man hat es gesagt und laut genug undunsre Pessimisten voran!):Hier muss jedenfalls Etwaswahr sein! Der consensus saftientium beweist die Wahr-heit. Werden wir heute noch so reden? dürfen wirdas?Hier muss jedenfalls Etwas krank sein gebenwir zur Antwort: diese Weisesten aller Zeiten, mani sollte sie sich erst aus der Nähe ansehn! Waren sievielleicht allesammt auf den Beinen nicht mehr fest ?spät? wackelig? decadents ? Erschiene die Weisheit viel-leicht auf Erden als Rabe, den ein kleiner Geruch vonAas begeistert? . . .

2 .

Mir selbst ist diese Unehrerbietigkeit, dass diegrossen Weisen Niedergangs-Typen sind, zuerst