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Selbst Mozart’s Verhältniss zur Musik — Wagner hat esuns zum Trost gesagt! — war im Grunde frivol . . .Lassen wir niemals zu, dass die Musik „zur Erholungdiene“; dass sie „erheitere“; dass sie „Vergnügen mache“.Machen wir nie Vergnügen! — wir sind verloren,wenn man von der Kunst wieder he don is tisch denkt. . .Das ist schlechtes achtzehntes Jahrhundert . . . Nichtsdagegen dürfte räthlicher sein, bei Seite gesagt, als eineDosis — Muckerthum, sit venia verbo. Das giebtWürde. — Und wählen wir die Stunde, wo es sichschickt, schwarz zu blicken, öffentlich zu seufzen, christlichzu seufzen, das grosse christliche Mitleiden zur Schau zustellen. „Der Mensch ist verderbt: wer erlöst ihn? waserlöst ihn?“ — Antworten wir nicht. Seien wir vor-sichtig. Bekämpfen wir unsern Ehrgeiz, welcher Re-ligionen stiften möchte. Aber Niemand darf zweifeln,dass wir ihn erlösen, dass unsre Musik allein erlöst. ..(Wagner’s Aufsatz „Religion und Kunst“.)
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Genug! Genug! Man wird, fürchte ich, zu deutlichnur unter meinen heitern Strichen die sinistre Wirklich-keit wiedererkannt haben — das Bild eines Verfalls derKunst, eines Verfalls auch der Künstler. Der letztere,ein Charakter-Verfall, käme vielleicht mit dieser Formelzu einem vorläufigen Ausdruck: der Musiker wird jetztzum Schauspieler, seine Kunst entwickelt sich immermehr als ein Talent zu lügen. Ich werde eine Gelegen-heit haben (in einem Capitel meines Hauptwerks, das denTitel führtrT.Zur Physiologie der Kunst“), ~äes Näherenzu zeigen, wie diese Gesammtverwandlung der Kunstin’s Schauspielerische eben so bestimmt ein Ausdruck