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umwirft, der ist stark; wer uns erhebt, der ist göttlich;wer uns ahnen macht, der ist tief.“ — Entschliessen wiruns, meine Herrn Musiker: wir wollen sie umwerfen, wirwollen sie erheben, wir wollen sie ahnen machen. Soviel vermögen wir noch.
Was das Ahnen-machen betrifft: so nimmt hier unserBegriff „Stil“ seinen Ausgangspunkt. Vor Allem keinGedanke! Nichts ist compromittirender als ein Gedanke!Sondern der Zustand vor dem Gedanken, das Gedrängder noch nicht geborenen Gedanken, das Versprechenzukünftiger Gedanken, die Welt, wie sie war, bevor Gott-sie schuf, — eine Recrudenscenz des Chaos.. Das Chaos"macht ahnen . .
In der Sprache des Meisters geredet: Unendlichkeit,aber ohne Melodie.
Was, zuzweit, das Umwerfen angeht, so gehört dieszum Theil schon in die Physiologie. Studiren wir vorAllem die Instrumente. Einige von ihnen überredenselbst noch die Eingeweide (— sie öffnen die Thore,mit Händel zu reden), andre bezaubern das Rückenmark.Die Farbe des Klangs entscheidet hier; was erklingt, istbeinahe gleichgültig. Raffiniren wir in diesem Punkte!AVozu uns sonst verschwenden? Seien wir im Klangcharakteristisch bis zur Narrheit! Man rechnet es unsermGeiste zu, wenn wir mit Klängen viel zu rathen .geben!Agaciren wir die Nerven, schlagen wir sie todt, hand-haben wir Blitz und Donner, — das wirft um . . .
Vor Allem aber wirft die Leidenschaft um. —Verstehen wir uns über die Leidenschaft. Nichts istwohlfeiler als die Leidenschaft! Man kann aller Tugendendes Contrapunktes entrathen, man braucht Nichts gelerntzu haben, — die Leidenschaft kann man immer! DieSchönheit ist schwierig: hüten wir uns vor der Schön-