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18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
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Cicero de oratore 3 § 186: aequalium et saepe variorumintervallorum percussio numerum conficit. Hier wird dasWesen des Rhythmus in die Aufeinanderfolge vongleichen, oft mannigfachen Zeiträumen gesetzt: wie er ananderer Stelle sagt, in cadentibus guttis wäre Rhythmus,nicht im Rauschen eines Stromes. Der ictus und die per-cussio sind also Zeitmaasse, die der Taktirende angiebt;wir haben keine Andeutung, dass sie zugleich auch rhyth-mische Accente angeben. Diese nämlich fallen, wo sieüberhaupt da sind, nur auf den Anfang des schweren Takt-theils; wenn man sie also bezeichnet hätte, so hätte man denAnfang der Dsatc durch das Taktiren hervorheben müssen.

Dies that aber auch der Hörbar- Taktirendenicht: dieser nämlich gab den ganzen Rhythmus mitdem Fusse oder dem Daumen an, also Mais und apaic z. B.den Daktylus . . . Schob Aesch. contr. Timarchum p. 126:of aöXijxal oxav aöXu>ai xaxaxpouooai ap.a x£j> iro8l xöv pu&|j,6vx8v auxov Cfovairo8i8ovxs? (ein hölzernes uttottoBiov, gen. xpouire^aßaxaXov scabellum vermehrte dies Geräusch). Dass aberder Taktirende rein die Zeiten im Auge hat, nicht einenrhythmischen Ictus, dazu dient die Ueberlieferung über dasTaktiren des Trimeters. Bentley im schediasma de metrisTerentianis: hos ictus sive aperste magno discentium com-modo nos primi in hac editione per accentus acutos expressi-mus, tres in tri metris

poeta cum primum änimum ad scribendum äppulit.

Wirklich sprechen wir auch accentus acutos beilateinischen und griechischen Versen und vernachlässigendie Wortaccente (wenn wir sie nachmachen wollten, sosetzen wir zwei Wortaccente). Die Tradition lehrt etwasganz Anderes, worauf zuerst Geppert (erste Ausgabe desTrinummus) aufmerksam machte, dann Westphal in denFragm. der Rhythmiker p. 171. Einmüthig, dass der Ictusder öeaic auf den zweiten, vierten, sechsten Fuss kommt.Westphal wirft Bentley vor, er habe sich vom modernenGefühl leiten lassen: aber das thut er selbst: denn er de-kretirt, dass zu lesen sei:

poeta cüm primum animum ad scribendum appulft.