Druckschrift 
18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

272

die Worte vertauscht hätten. Dies ungenau. Ein spätergriechischer Metriker ohne alle Kenntnisse der Rhythmik,dessen Buch bei den Byzantinern zum Schulbuch wurde,hat allerdings eine Verwechslung gemacht, aber nicht jene.Diese ist von lateinischen Metrikern gedankenlos nebender richtigen Auffassung fortgepflanzt worden. Hier-nach heisst der erste ypdvo? eines Taktes immer «patc,der zweite fteaic. Also beim Jambus und Trochäus um-gekehrt :

ars. thes. ars. thes.

Die umgekehrte Anwendung bei Priscian de accentib.p. 1289. In freier Uebertragung musikalischer Termini aufgrammatische nennt er die Hebung der Stimme «paic, dieSenkung Ilsen?, z. B. natura, ut quando dico natu elevaturvox et est arsis in tu, quando vero ra, deprimitur vox etest Ösen?.

In der Notenschrift wurde der gute Takttheil durcheinen Punkt darüber cmfpij bezeichnet. Aristophanes ent-nahm dies Zeichen von den Musikern und führte die awfp^in den Texten ein. Wir machen einen schrägen Strich.

2. Rhythmus.

In der Terminologie der eigentlichen Metriker ist itod?das Wort für »Takt«, bei den Rhythmikern pullpd?. AndersAristoxenos. Der Rhythmus ist hier das aus einerReihe von Takten bestehende Ganze. Nicht blossßa'cfis nnd apene, sondern auch der ouic -ode heisst nachAristoxenos ypdvo? -oowde. Es ist für den Begriff desRhythmus im aristoxenischen Sinne nicht genug, dass eraus leichten und schweren Takttheilen besteht: der leichteund schwere Takttheil müssen zur höheren Einheit desTaktes zusammengefasst sein; ebenso nicht genug, dass derpo&pd? aus Takten besteht, sondern jeder Takttheil musssich in Takttheile zerlegen lassen.

Im philosophischen Sinne spricht Aristoxenos imersten Buche der axotysia über den puHp.dc. Unterscheidungzwischen pullpd? und puHptCdpsvov (der zu gestaltende Stoff