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18 : Abth. 3, Philologica ; Bd. 2 (1912) Unveröffentlichtes zur Litteraturgeschichte, Rhetorik und Rhythmik
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Metonymia, Setzung eines Hauptwortes für einanderes, auch ÜTta/Ta-pj. eius vis est, pro eo quod dicitur,causam propter quam dicitur, ponere. In der Sprache sehrmächtig: die abstrakten Substantiva sind Eigenschaften inuns und ausser uns, die ihren Trägern entrissen werden, undals selbständige Wesen hingestellt werden. Die audacia be-wirkt, dass Männer audaces sind; im Grunde ist das einePersonifikation, wie die der römischen Begriffsgötter VirtutesCura u. s. w. Jene Begriffe, die lediglich unserer Empfindungihr Entstehen verdanken, werden als das innere WesenderDinge vorausgesetzt: wir schieben den Erscheinungen alsGrund unter, was doch nur Folge ist. Die Abstrakta er-regen die Täuschung, als seien sie jenes Wesen, welchesdie Eigenschaften bewirkt, während sie nur in Folge jenerEigenschaften von uns bildliches Dasein erhalten. Sehrlehrreich der Uebergang der eYSvj in tSsoci bei Plato: hier istdie Metonymie, Vertauschung von Ursache und Wirkung,vollständig. In der jetzigen Bedeutung von »alt« ist Ur-sache und Wirkung vertauscht, eigentlich »gewachsen«.Pallida mors, tristis senectus, praeceps ira. Die erfundenenDinge werden nach ihren Erfindern, die unterworfenen nachihren Unterwerfern genannt. Neptunus Vulcanus, varioMarte pugnare. Homerische Helden als typische Repräsen-tanten ihrer Fertigkeiten. Automedon für »Fuhrmann«, dieAerzte Machaones. [. . .]