Wie solch ein müdes Schiff in der stillsten Bucht:so ruhe auch ich nun der Erde nahe, treu, zutrauend,wartend, mit den leisesten Fäden ihr angebunden.
Oh Glück! Oh Glück! Willst du wohl singen, ohmeine Seele ? Du liegst im Grase. Aber das ist die heim-liche feierliche Stunde, wo kein Hirt seine Flöte bläst.
Scheue dich! Heisser Mittag schläft auf den Fluren.Singe nicht! Still! Die Welt ist vollkommen.
Singe nicht, du Gras-Geflügel, oh meine Seele!Flüstere nicht einmal! Sieh doch — still! der alte Mittagschläft, er bewegt den Mund: trinkt er nicht eben einenTropfen Glücks —
— einen alten braunen Tropfen goldenen Glücks,goldenen Weins? Es huscht über ihn hin, sein Glücklacht. So — lacht ein Gott. Still! —
— „Zum Glück, wie wenig genügt schon zumGlücke!“ So sprach ich einst und dünkte mich klug.Aber es war eine Lästerung: das lernte ich nun.Kluge* Narrn reden besser.
Das Weiligste gerade, das Leiseste, Leichteste,einer Eidechse Rascheln, ein Plauch, ein Husch, einAugen-Blick — Wenig macht die Art des bestenGlücks. Still!
— Was geschah mir: Horch! Flog die Zeit wohldavon? Falle ich nicht? Fiel ich nicht — horch! in denBrunnen der Ewigkeit?
— Was geschieht mir? Still! Es sticht mich —wehe •— in’s Herz? In’s Herz! Oh zerbrich, zerbrich,LIerz, nach solchem Glücke, nach solchem Stiche!
— Wie? Ward die Welt nicht eben vollkommen?
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