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Also sprach der Berg-Prediger und wandte dannseinen eignen Blick Zarathustra zu, — denn bisherhieng er mit Liebe an den Kühen —: da aber ver-wandelte er sich. „Wer ist das, mit dem ich rede? riefer erschreckt und sprang vom Boden empor.
Diess ist der Mensch ohne Ekel, diess ist Zarathustraselber, der Überwinder des grossen Ekels, diess istdas Auge, diess ist der Mund, diess ist das Herz Zara-thustra’s selber.“
Und, indem er also sprach, küsste er Dem, zuwelchem er redete, die Hände, mit überströmendenAugen, und gebärdete sich ganz als Einer, dem einkostbares Geschenk und Kleinod unversehens vomHimmel fällt. Die Kühe aber schauten dem Allen zuund wunderten sich.
„Sprich nicht von mir, du Wunderlicher! Lieblicher!sagte Zarathustra und wehrte seiner Zärtlichkeit, sprichmir erst von dir! Bist du nicht der freiwillige Bettler,der einst einen grossen Reichthum von sich w r arf, —
— der sich seines Reichthums schämte und derReichen, und zu den Ärmsten floh, dass er ihnen seineFülle und sein Herz schenke? Aber sie nahmen ihnnicht an.“
„Aber sie nahmen mich nicht an, sagte der frei-willige Bettler, du weisst es ja. So gieng ich endlichzu den Thieren und zu diesen Kühen.“
„Da lerntest du, unterbrach Zarathustra den Reden-den, wie es schwerer ist, recht geben als recht nehmen,und dass gut Schenken eine Kunst ist und die letztelistigste Meister-Kunst der Güte.“
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