— „Wer du auch sein magst, sagte immer nochgrimmig der Getretene, du trittst mir auch mit deinemGleichniss zu nahe, und nicht nur mit deinem Fusse!
Siehe doch, bin ich denn ein Hund?“ — und dabeierhob sich der Sitzende und zog seinen nackten Armaus dem Sumpfe. Zuerst nämlich hatte er ausgestrecktam Boden gelegen, verborgen und unkenntlich gleichSolchen, die einem Sumpf-Wilde auf lauern.
„Aber was treibst du doch!“ rief Zarathustra er-schreckt, denn er sähe, dass über den nackten Armweg viel Blut floss, — „was ist dir zugestossen? Bissdich, du Unseliger, ein schlimmes Thier?“
Der Blutende lachte, immer noch erzürnt. „Wasgeht’s dich an! sagte er und wollte weitergehn. Hierbin ich heim und in meinem Bereiche. Mag michfragen, wer da will: einem Tölpel aber werde ichschwerlich antworten.“
„Du irrst, sagte Zarathustra mitleidig und hielt ihn fest,du irrst: hier bist du nicht bei dir, sondern in meinemReiche, und darin soll mir Keiner zu Schaden kommen.
Nenne mich aber immerhin, wie du willst, — ich bin,der ich sein muss. Ich selber heisse mich Zarathustra.
Wohlan! Dort hinauf geht der Weg zu Zarathustra’sHöhle: die ist nicht fern, — willst du nicht bei mirdeiner Wunden warten?
Es gieng dir schlimm, du Unseliger, in diesem•Leben: erst biss dich das Thier, und dann — trat dichder Mensch!“ — —
Als aber der Getretene den Namen Zarathustra’shörte, verwandelte er sich. „Was geschieht mir doch!
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