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denn siehe! Wir sind unterwegs, dass wir den höherenMenschen fänden —
— den Menschen, der höher ist als wir: ob wirgleich Könige sind. Ihm führen wir diesen Esel zu.Der höchste Mensch nämlich soll auf Erden auch derhöchste Herr sein.
Es giebt kein härteres Unglück in allem Menschen-Schicksale, als wenn die Mächtigen der Erde nichtauch die ersten Menschen sind. Da wird Alles falschund schief und ungeheuer.
Und wenn sie g _ ar die letzten sind und mehr Viehals Mensch: da steigt und steigt der Pöbel im Preise,und endlich spricht gar die Pöbel-Tugend: „siehe, ichallein bin Tugend!“ —
„Was hörte ich eben? antwortete Zarathustra; welcheWeisheit bei Königen! Ich bin entzückt, und, wahrlich,schon gelüstet’s mich, einen Reim darauf zu machen: —
■— mag es auch ein Reim werden, der nicht fürJedermanns Ohren taugt. Ich verlernte seit langem schondie Rücksicht auf lange Ohren. AVohlan! Wohlauf!
(Hier aber geschah es, dass auch der Esel zu Wortekam: er sagte aber deutlich und mit bösem Willen I-A.)
Einstmals — ich glaub’, im Jahr des Heiles Eins —
Sprach die Sibylle, trunken sonder Weins:
„Weh, nun geht’s schief!
„Verfall! Verfall! Nie sank die Welt so tief!
„Rom sank zur Plure und zur Huren-Bude,
„Rom’s Caesar sank zum Vieh, Gott selbst —
ward Jude!“
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