f
Raubthiere sind es: in ihrem „Arbeiten“ — da istauch noch Rauben, in ihrem „Verdienen“ — da ist auchnoch Überlisten! Darum sollen sie es schwer haben!
Bessere Raubthiere sollen sie also werden, feinere,klügere, mensclien-ähnlichere: der Mensch nämlichist das beste Raubthier.
Allen Thieren hat der Mensch schon ihre Tugendenabgeraubt: das macht, von allen Thieren hat es derMensch am schwersten gehabt.
Nur noch die Vögel sind über ihm. Und wennder Mensch noch fliegen lernte, wehe! wo hin auf —würde seine Raublust fliegen!
*
* *
23 -
So will ich Mann und Weib: kriegstüchtig denEinen, gebärtüchtig das Andre, beide aber tanztüchtigmit Kopf und Beinen.
Und verloren sei uns der Tag, wo nicht Ein Malgetanzt wurde! Und falsch heisse uns jede Wahrheit,bei der es nicht Ein Gelächter gab!
’ Jj«
u *
24.
Euer Eheschliessen: seht zu, dass es nicht einschlechtes Schliessen sei! Ihr schlosset zu schnell:so folgt daraus •— Ehebrechen!
Und besser noch Ehebrechen als Ehe-biegen, Ehe-lügen! — -So sprach mir ein Weib: „wohl brach ichdie Ehe, aber zuerst brach die Ehe — mich!“
307
20*