Diese Scliläferei störte ich auf, als ich lehrte: wasgut und böse ist, das weiss noch Niemand: — essei denn der Schaffende!
— Das aber ist Der, welcher des Menschen Zielschafft und der Erde ihren Sinn giebt und ihre Zukunft:Dieser erst schafft es, dass Etwas gut und böse ist.
Und ich hiess sie ihre alten Lehr-Stühle umwerfen,und wo nur jener alte Dünkel gesessen hatte; ich hiesssie lachen über ihre grossen Tugend - Meister undHeiligen und Dichter und Welt-Erlöser.
Über ihre düsteren Weisen hiess ich sie lachen,und wer je als schwarze Vogelscheuche warnend aufdem Baume des Lebens gesessen hatte.
An ihre grosse Gräberstrasse setzte ich mich undselber zu Aas und Geiern — und ich lachte über allihr Einst und seine mürbe verfallende Herrlichkeit.
Wahrlich, gleich Busspredigern und Narrn schrieich Zorn und Zeter über all ihr Grosses und Kleines,— dass ihr Bestes so gar klein ist! Dass ihr Bösestesso gar klein ist! — also lachte ich.
Meine weise Sehnsucht schrie und lachte also ausmir, die auf Bergen geboren ist, eine wilde Weisheitwahrlich! — meine grosse flügelbrausende Sehnsucht.
Und oft riss sie mich fort und hinauf und hinwegund mitten im Lachen: da flog ich wohl schaudernd,ein Pfeil, durch sonnentrunkenes Entzücken:
— hinaus in ferne Zukünfte, die kein Traum nochsah, in heissere Süden, als je sich Bildner träumten:dorthin, wo Götter tanzend sich aller Kleider schämen: —
— dass ich nämlich in Gleichnissen rede, und
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