— also dass eine edle Schale mit edler Zierathfürbitten muss. Aber auch diese Kunst muss manlernen: Schale haben und schönen Schein und klugeBlindheit!
Abermals trügt über Manches am Menschen, dassmanche Schale gering und traurig und zu sehr Schaleist. Viel verborgene Güte und Kraft wird nie errathen;die köstlichsten Leckerbissen finden keine Schmecker!
Die Frauen wissen das, die köstlichsten: ein Wenigfetter, ein Wenig magerer — oh wie viel Schicksal liegtin so Wenigem!
Der Mensch ist schwer zu entdecken, und sichselber noch am schwersten; oft lügt der Geist über dieSeele. Also schafft es der Geist der Schwere.
Der aber hat sich selber entdeckt, welcher spricht:Das ist mein Gutes und Böses: damit hat er den Maul-wurf und Zwerg stumm gemacht, welcher spricht:„Ah en gut, Allen bös.“
Wahrlich, ich mag auch Solche nicht, denen jeg-liches Ding gut und diese Welt gar die beste heisst.Solche nenne ich die Allgenügsamen.
Allgenügsamkeit, die Alles zu schmecken weiss:das ist nicht der beste Geschmack! Ich ehre die wider-spänstigen wählerischen Zungen und Mägen, welche„Ich“ und „Ja“ und „Nein“ sagen lernten.
Alles aber kauen und verdauen — das ist einerechte Schweine-Art! Immer I-A sagen — das lernteallein der Esel, und wer seines Geistes ist! —
Das tiefe Gelb und das heisse Roth: so will esmein Geschmack, — der mischt Blut zu allen Farben.