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Und wahrlich, das ist kein Gebot für Heute undMorgen, sich lieben lernen. Vielmehr ist von allen Kün-sten diese die feinste, listigste, letzte und geduldsamste.
Für seinen Eigener ist nämlich alles Eigene gutversteckt; und von allen Schatzgruben wird die eigneam spätesten ausgegraben, — also schafft es der Geistder Schwere.
Fast in der Wiege giebt man uns schon schwereWorte und Werthe mit: „Gut“ und „Böse“ — so heisstsich diese Mitgift. Um derentwillen vergiebt man uns,dass wir leben.
Und dazu lässt man die Kindlein zu sich kommen,dass manjhnen bei.Zeiten wehre, sich selber zu lieben:also schafft^ es der Geist der Schwere.
Und wir — wir schleppen treulich, was man unsmitgiebt, auf harten Schultern und über rauhe Berge!
Und schwitzen wir, so sagt man uns: „Ja, das Lebenist schwer zu tragen!“
Aber der Mensch nur ist sich schwer zu tragen!
Das macht, er schleppt zu vieles Fremde auf seinenSchultern. Dem Ivameele gleich kniet er nieder undlässt sich gut aufladen.
Sonderlich der starke, tragsame Mensch, dem Ehr-furcht innewohnt: zu viele fremde schwere Worte undWerthe lädt er auf sich, — nun dünkt das Leben ihmeine Wüste!
Und wahrlich! Auch manches Eigene ist schwerzu tragen! Und viel Inwendiges am Menschen ist der\ Auster gleich, nämlich ekel und schlüpfrig und schwerI erfasslich —,
L- -J
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