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Von sich weg bannt sie alles Feige; sie spricht:Schlecht — das ist feige! Verächtlich dünkt ihr derimmer Sorgende, Seufzende, Klägliche und wer auchdie kleinsten Vortheile auf liest.
Sie verachtet auch alle wehselige Weisheit: dennwahrlich, es giebt auch Weisheit, die im Dunklen blüht,eine Nachtschatten-Weisheit: als welche immer seufzt:„Alles ist eitel!“
Das scheue Misstrauen gilt ihr gering, und Jeder, werSchwüre statt Blicke und Hände will: auch alle allzu miss-trauische Weisheit, — denn solche ist feiger Seelen Art.
Geringer noch gilt ihr der Schnell-Gefällige, derHündische, der gleich auf dem Rücken liegt, der De-müthige; und auch Weisheit giebt es, die demüthig undhündisch und fromm und schnell-gefällig ist.
Verhasst ist ihr gar und ein Ekel, wer nie sichwehren will, wer g-iftigen Speichel und böse Blickehinunterschluckt, der Allzu - Geduldige, Alles-Dulder,Allgenügsame: das nämlich ist die knechtische Art.
Ob Einer vor Göttern und göttlichen Fusstrittenknechtisch ist, ob vor Menschen und blöden Menschen-Meinungen: alle Knechts-Art speit sie an, diese seligeSelbstsucht!
Schlecht: so heisst sie Alles, was geknickt undknickerisch-knechtisch ist, unfreie Zwinker-Augen, ge-drückte Herzen, und jene falsche nachgebende Art,welche mit breiten feigen Lippen küsst.
Und After-Weisheit: so heisst sie Alles, was Knechteund Greise und Müde witzeln; und sonderlich die ganzeschlimme aberwitzige, überwitzige Priester-Narrheit!
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