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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Denn alle Dinge sind getauft am Borne der Ewig-keit und jenseits von Gut und Böse; Gut und Böseselber aber sind nur Zwischenschatten und feuchteTrübsale und Zieh-Wolken.

Wahrlich, ein Segnen ist es und kein Lästern,wenn ich lehre:über allen Dingen steht der HimmelZufall, der Himmel Unschuld, der Himmel Ohngefähr,der Himmel Übermuth.

Von Ohngefähr das ist der älteste Adel derWelt, den gab ich allen Dingen zurück, ich erlöste sievon der Knechtschaft unter dem Zwecke.

Diese Freiheit und Himmels-Heiterkeit stellte ichgleich azurner Glocke über alle Dinge, als ich lehrte,dass über ihnen und durch sie keinewiger Wille will.

Diesen Übermuth und diese Narrheit stellte ich andie Stelle jenes Willens, als ich lehrte:bei Allem istEins unmöglich Vernünftigkeit!

Ein Wenig Vernunft zwar, ein Same der Weisheitzerstreut von Stern zu Stern, dieser Sauerteig istallen Dingen eingemischt: um der Narrheit willen istWeisheit allen Dingen eingemischt!

Ein Wenig Weisheit ist schon möglich; aber dieseselige Sicherheit fand ich an allen Dingen: dass sielieber noch auf den Füssen des Zufalls tanzen.

Oh Himmel über mir, du Reiner! Hoher! Das istmir nun deine Reinheit, dass es keine ewige Vernunft-Spinne und -Spinnennetze giebt:

dass du mir ein Tanzboden bist für göttlicheZufälle, dass du mir ein Göttertisch bist für göttlicheWürfel und Würfelspieler!

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