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Und ich drückte den Schlüssel und hob am Thoreund mühte mich. Aber noch keinen Fingerbreit standes offen:
Da riss ein brausender Wind seine Flügel aus-einander: pfeifend, schrillend und schneidend warf ermir einen schwarzen Sarg zu:
Und im Brausen und Pfeifen und Schrillen zerbarstder Sarg und spie tausendfältiges Gelächter aus.
Und aus tausend Fratzen von Kindern, Engeln,Eulen, Narren und kindergrossen Schmetterlingen lachteund höhnte und brauste es wider mich.
Grässlich erschrak ich darob: es warf mich nieder.
Und ich schrie vor Grausen, wie nie ich schrie.
Aber der eigne Schrei weckte mich auf: — und ichkam zu mir. —
Also erzählte Zarathustra seinen Traum und schwiegdann: denn er wusste noch nicht die Deutung seinesTraumes. Aber der Jünger, den er am meisten liebhatte, erhob sich schnell, fasste die Hand Zarathustra’sund sprach:
„Dein Leben selber deutet uns diesen Traum, ohZarathustra!
Bist du nicht selber der Wind mit schrillem Pfeifen,der den Burgen des Todes die Thore aufreisst?
Bist du nicht selber der Sarg voll bunter Bosheitenund Engelsfratzen des Lebens?
Wahrlich, gleich tausendfältigem Kindsgelächterkommt Zarathustra in alle Todtenkammern, lachend überdiese Nacht- und Grab Wächter, und wer sonst mitdüstern Schlüsseln rasselt.
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