Von der Selbst-Überwindung-,
O
„Wille zur Wahrheit“ lieisst ihr’s, ihr Weisesten,was euch treibt und brünstig macht?
Wille zur Denkbarlceit alles Seienden: also heisseich euren Willen!
Alles Seiende wollt ihr erst denkbar machen:denn ihr zweifelt mit gutem Misstrauen, ob es schondenkbar ist.
Aber es soll sich euch fügen und biegen! So will’seuer AVille. Glatt soll es werden und dem Geiste unter-than, als sein Spiegel und Widerbild.
Das ist euer ganzer Wille, ihr Weisesten, als einWille zur Macht; und auch wenn ihr vom Guten undBösen redet und von den Werthschätzungen.
Schaffen wollt ihr noch die Welt, vor der ihr knienkönnt: so ist es eure letzte Hoffnung und Trunkenheit.
Die Unweisen freilich, das Volk, — die sind gleichdem Flusse, auf dem ein Nachen weiter schwimmt: undim Nachen sitzen feierlich und vermummt die Werth-schätzungen.
Euren Willen und eure Werthe setztet ihr auf denFluss des Werdens; einen alten Willen zur Macht ver-räth mir, was vom Volke als Gut und Böse geglaubt wird.
165