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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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ausruht vom Schenken; das ist mein Neid, dass ich war-tende Augen sehe und die erhellten Nächte der Sehnsucht.

Oh Unseligkeit aller Schenkenden! Oh Verfinste-rung meiner Sonne! Oh Begierde nach Begehren!Oh Heisshunger in der Sättigung!

Sie nehmen von mir: aber rühre ich noch an ihreSeele? Eine Kluft ist zwischen Geben und Nehmen;und die kleinste Kluft ist am letzten zu überbrücken.

Ein Hunger wächst aus meiner Schönheit: wehe-thun möchte ich Denen, welchen ich leuchte, beraubenmöchte ich meine Beschenkten: also hungere ichnach Bosheit.

Die Hand zurückziehend, wenn sich schon ihr dieHand entgegenstreckt; dem Wasserfalle gleich zögernd,der noch im Sturze zögert: also hungere ich nachBosheit.

Solche Rache sinnt meine Fülle aus: solche Tückequillt aus meiner Einsamkeit.

. Mein Glück im Schenken erstarb im Schenken,meine Tugend wurde ihrer selber müde an ihrem Über-flüsse !

Wer immer schenkt, dessen Gefahr ist, dass erdie Scham verliere; wer immer austheilt, dessen Handund Herz hat Schwielen vor lauter Austheilen.

Mein Auge quillt nicht mehr über vor der Schamder Bittenden; meine Hand wurde zu hart für dasZittern gefüllter Hände.

Wohin kam die Thräne meinem Auge und derFlaum meinem Herzen? Oh Einsamkeit aller Schenken-den! Oh Schweigsamkeit aller Leuchtenden!

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