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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Und wiederum giebt es Solche, die sitzen in ihremSumpfe und reden also heraus aus dem Schilfrohr:Tugend das ist still im Sumpfe sitzen.

Wir heissen Niemanden und gehen Dem aus demWege, der heissen will; und in Allem haben wir dieMeinung, die man uns giebt.

Und wiederum giebt es Solche, die lieben Ge-bärden und denken: Tugend ist eine Art Gebärde.

Ihre Kniee beten immer an, und ihre Hände sindLobpreisungen der Tugend, aber ihr Herz weiss Nichtsdavon.

Und wiederum giebt es Solche, die halten es fürTugend, zu sagen:Tugend ist nothwendig; aber sieglauben im Grunde nur daran, dass Polizei noth-wendig ist.

Und Mancher, der das Hohe an den Menschen nichtsehen kann, nennt es Tugend, dass er ihr Niedriges all-! zunahe sieht: also heisst er seinen bösen Blick Tugend.

Und Einige wollen erbaut und aufgerichtet sein: und heissen es Tugend; und Andre wollen umgeworfen

i sein und heissen es auch Tugend.

Und derart glauben fast Alle daran, Antheil zu1 haben an der Tugend; und zum Mindesten will einJeder Kenner sein überGut undBöse.

Aber nicht dazu kam Zarathustra, allen diesen' Lügnern und Narren zu sagen:was wisst ihr von1 Tugend! Was könntet ihr von Tugend wissen!i Sondern, dass ihr, meine Freunde, der alten Worte

, müde würdet, welche ihr von den Narren und Lügnerni gelernt habt:

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