Manchem missräth das Leben: ein Giftwurm frisstsich ihm an’s Herz. So möge er zusehn, dass ihm dasSterben um so mehr gerathe.
Mancher wird nie süss, er fault im Sommer schon.Feigheit ist es, die ihn an seinem Aste festhält.
Viel zu Viele leben und viel zu lange hängen siean ihren Ästen. Möchte ein Sturm kommen, der alldiess Faule und Wurmfressne vom Baume schüttelt!
Möchten Prediger kommen des schnellen Todes!5 wären mir die rechten Stürme und Schüttler anDensbäumen! Aber ich höre nur den langsamen Toddigen und Geduld mit allem „Irdischen“.
Ach, ihr predigt Geduld mit dem Irdischen? DiesesIrdische ist es, das zu viel Geduld mit euch hat, ihrLästermäuler!
Wahrlich, zu früh starb jener LIebräer, den diePrediger des langsamen Todes ehren: und Vielen wardes seitdem zum Verhängniss, dass er zu früh starb.
Noch kannte er nur Thränen und die Schwermuth
rechten, — der Hebräer Jesus: da überfiel ihn die
AVäre er doch in der Wüste geblieben und fernevon den Guten und Gerechten! Vielleicht hätte er lebengelernt und die Erde lieben gelernt — und das Lachendazu!
1 Glaubt es mir, meine Brüder! Er starb zu früh;er selber hätte soine Lehre widerrufen, wäre er bis zumeinem Alter gekommen! Edel genug war er zumWiderrufen!
des LIebräers, sammt dem Hasse der Guten und Ge-
| Sehnsucht zum Tode.
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