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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Es giebt Gefühle, die den Einsamen tödten wollen;gelingt es ihnen nicht, nun, so müssen sie selber sterben!Aber vermagst du das, Mörder zu sein?

Kennst du, mein Bruder, schon das WortVer-achtung? Und die Qual deiner Gerechtigkeit, Solchengerecht zu sein, die dich verachten?

Du zwingst Viele, über dich umzulernen; dasrechnen sie dir hart an. Du kamst ihnen nahe undgiengst doch vorüber: das verzeihen sie dir niemals.

Du gehst über sie hinaus: aber je höher du steigst,um so kleiner sieht dich das Auge des Neides. Ammeisten aber wird der Fliegende gehasst.

Wie wolltet ihr gegen mich gerecht sein! musstdu sprechen ich erwähle mir eure Ungerechtigkeitals den mir zugemessnen Theil.

Ungerechtigkeit und Schmutz werfen sie nach demEinsamen: aber, mein Bruder, wenn du ein Stern seinwillst, so musst du ihnen desshalb nicht weniger leuchten! '

Und hüte dich vor den Guten und Gerechten! Siekreuzigen gerne Die, welche sich ihre eigne Tugend .erfinden, sie hassen den Einsamen.

Hüte dich auch vor der heiligen Einfalt! Alles istihr unheilig, was nicht einfältig ist; sie spielt auch gernemit dem Feuer der Scheiterhaufen.

Und hüte dich auch vor den Anfällen deiner Liebe!Zu schnell streckt der Einsame Dem die Hand entgegen,der ihm begegnet.

Manchem Menschen darfst du nicht die Hand geben,sondern nur die Tatze: und ich will, dass deine Tatzeauch Krallen habe.

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