giebt so viel Krämpfe der Ehrgeizigen! Zeige mir, dassdu keiner der Lüsternen und Ehrgeizigen bist!
Ach, es giebt so viel grosse Gedanken, die thunnicht mehr als ein Blasebalg: sie blasen auf und machenleeret:.
Frei nennst du dich? Deinen herrschenden Ge-danken will ich hören und nicht, dass du einem Jocheentronnen bist.
Bist du ein Solcher, der einem Joche entrinnendurfte? Es giebt Manchen, der seinen letzten AVerthwegwarf, als er seine Dienstbarkeit wegwarf.
( Frei wovon? AA r as schiert das Zarathustra! Hell
/
.aber soll mir dein Auge künden: frei wozu?
\ Kannst du dir selber dein Böses und dein Gutesgeben und deinen AA T illen über dich aufhängen wie einGesetz? Kannst du dir selber Richter sein und Rächerdeines Gesetzes?
Furchtbar ist das Alleinsein mit dem Richter undRächer des eignen Gesetzes. Also wird ein Stern hinaus-geworfen in den öden Raum und in den eisigen Athemdes Alleinseins.
Heute noch leidest du an den Vielen, du Einer: heutenoch hast du deinen Muth ganz und deine Hoffnungen.
Aber einst wird dich die, Einsamkeit müde machen,einst wird dein Stolz sich krümmen und dein Muthknirschen. Schreien wirst du einst „ich bin allein!“
Einst wirst du dein Hohes nicht mehr sehn unddein Niedriges allzunahe; dein Erhabnes selbst wirddich fürchten machen wie ein Gespenst. Schreien wirstdu einst: „Alles ist falsch!“