Will man einen Freund haben, so muss man auchfür ihn Krieg führen wollen: und um Krieg zu führen,muss man Feind sein können.
Man soll in seinem Freunde noch den Feind ehren.Kannst du an deinen Freund dicht herantreten, ohnezu ihm überzutreten?
In seinem Freunde soll man seinen besten Feindhaben. Du sollst ihm am nächsten mit dem Herzensein, wenn du ihm widerstrebst.
Du willst vor deinem Freunde kein Kleid tragen?Es soll deines Freundes Ehre sein, dass du dich ihmgiebst, wie du bist? Aber er wünscht dich darum!. zum Teufel!
; Wer aus sich kein Hehl macht,' empört: so sehr
habt ihr Grund, die Nacktheit zu fürchten! Ja, wennihr Götter wäret, da dürftet ihr euch eurer IvLeider
i schämen!
Du kannst dich für deinen Freund nicht schön ge-i nug putzen: denn du sollst ihm ein Pfeil und eineSehnsucht nach dem Übermenschen sein.
; Sahst du deinen Freund schon schlafen, — damit
du erfahrest, wie er aussieht? Was ist doch sonst dasI Gesicht deines Freundes? Es ist dein eignes Gesicht,
;! auf einem rauhen und unvollkommnen Spiegel.
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i! Sahst du deinen Freund schon schlafen? Erschrakst
du nicht, dass dein Freund so aussieht? Oh, meinFreund, der Mensch ist Etwas, das überwunden werdenmuss.
! Im Errathen und Stillschweigen soll der Freund
! Meister sein: nicht Alles musst du sehn wollen. Dein
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Nietzsche , Werke Band VI.
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