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Also sprach Zarathustra : ein Buch für alle und keinen
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Und wie artig weiss die Hündin Sinnlichkeit umein Stück Geist zu betteln, wenn ihr ein Stück Fleischversagt wird!

Ihr- liebt Trauerspiele und Alles, was das Herz zer-bricht? Aber ich bin misstrauisch gegen eure Hündin.

Ihr habt mir zu grausame Augen und blickt lüsternnach Leidenden. Hat sich nicht nur eure Wollustverkleidet und heisst sich Mitleiden?

Und auch diess Gleichniss gebe ich euch: nichtWenige, die ihren Teufel austreiben wollten, fuhrendabei selber in die Säue.

Wem die Keuschheit schwer fällt, dem ist sie zuwiderrathen: dass sie nicht der Weg zur Hölle werde das ist zu Schlamm und Brunst der Seele. .

Rede ich von schmutzigen Dingen? Das ist mirnicht das Schlimmste.

Nicht, wenn die Wahrheit schmutzig ist, sondernwenn sie seicht ist, steigt der Erkennende ungern inihr Wasser.

Wahrlich, es giebt Keusche von Grund aus: sie sindmilder von Herzen, sie lachen lieber und reichlicher als ihr.

Sie lachen auch über die Keuschheit und fragen:was ist Keuschheit!

Ist Keuschheit nicht Thorheit? Aber diese Thor-heit kam zu uns, und nicht wir zu ihr.

Wir boten diesem Gaste Herberge und Herz: nunwohnt er bei uns, mag er bleiben, wie lange er will!

Also sprach Zarathustra.

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