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„Ja in’s Böse! rief der Jüngling - . Wie ist es mög-lich, dass du meine Seele entdecktest?“
Zarathustra lächelte und sprach: „Manche Seelewird man nie entdecken, es sei denn, dass man sie zu-erst erfindet.“
„Ja in’s Böse! rief der Jüngling nochmals.
Du sagtest die Wahrheit, Zarathustra. Ich trauemir selber nicht mehr, seitdem ich in die Höhe will, undNiemand traut mir mehr, — wie geschieht diess doch?
Ich verwandele mich zu schnell: mein Heute wider-legt mein Gestern. Ich überspringe oft die Stufen,
' wenn ich steige, — das verzeiht mir keine Stufe.
, Bin ich oben, so finde ich mich immer allein.Niemand redet mit mir, der Frost der Einsamkeit machtmich zittern. Was will ich doch in der Flöhe?
Meine Verachtung und meine Sehnsucht wachsenmit einander; je höher ich steige, um so mehr verachteich Den, der steigt. Was will er doch in der Höhe?
Wie schäme ich mich meines Steigens und Stol-perns! Wie spotte ich meines heftigen Schnaubens!
Wie hasse ich den Fliegenden! Wie müde bin ich inder Höhe!“
Flier schwieg der Jüngling. Und Zarathustra be- j
trachtete den Baum, an dem sie standen, und sprach also: !
„Dieser Baum steht einsam hier am Gebirge; erwuchs hoch hinweg über Mensch und Thier.
Und wenn er.reden wollte, er würde Niemandenhaben, der ihn verstünde: so hoch wuchs er.
Nun wartet er und wartet, — worauf wartet er
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