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Annahme nicht stand. Hier zwingt sich Jedem die diesenAusführungen vorausgeschickte Hypothese auf, dass Eudocianicht den Suidas, wohl aber seine Quelle abgeschriebenhat, den nfvac des Hesychius, dass bald Suidas, bald Eudociagenauer im Abschreiben gewesen ist, so dass aus der Ver-gleichung beider ein Bild jenes iriva£ gewonnen werdenkann. Wir lernen daraus, dass eine Menge von hässlichenVersehen und Verwechslungen, die gemeiniglich dem Suidasaufgebürdet werden, dem Hesychius zur Last fallen, dassSuidas und Eudocia das Verdienst beanspruchen können,zumeist treu abgeschrieben zu haben, dass sie nicht klügersein wollten als ihr vorliegendes Handbuch.
Dieselbe Hypothese bestärken auch noch folgendeWahrnehmungen.
In dem Artikel s. v. Kd/Tir-o? hat sich Eudocia ver-sehen, und aus Ksßr ( ? weiter abgeschrieben. Um dies Ver-sehen zu erklären, ist es durchaus nöthig, dass die beidenArtikel KdMnmoc und KiV ( ; nahe bei einander standen, sodass der Blick von einem zum andern leicht überschweifenkonnte. Im Suidas aber sind sie weit von einander ge-trennt: in der Bernhardy’schen Ausgabe steht z. B. KaX-Xiitiros auf Seite 47, Keß? ( ; auf S. 190.
Eigene Zusätze des Suidas, also solche, die eine christ-liche Sprache führen und darum im Hesychius nicht ge-standen haben können, finden sich nirgends in der Eudocia.Belehrend aber ist folgender Fall. Die Aufzählung derWerke des IlpoxXoc schliesst bei Suidas mit den Worten‘i-'.ys'.pvju.c/.T'z xaxa Xpiaxiavmv 1 1 ”. Dieser Titel reizt seinenGroll, und er macht sofort seinem Unmuth Luft in denWorten: ‘ouxoc acm I Ipox/.oc 6 osuxspo? psxä Ilopcpuptov xaxaXpiatiavfuv TYjV ptapav xal ecpußpiaxov auxou i’Xwaaav xtv^sacxx/..’ Eudocia aber fährt ruhig nach dem angeführten Werke‘iui)(stpTjpaxa xocxa Xptcraavföv ir/’ fort ‘xccl p^xp^axrjV ßfßXovxxL’ Sie schrieb also das Verzeichniss im Hesychiusbis zu Ende ab, während der Zorn des Suidas Federzwang, schon bei dem christenfeindlichen Werke Halt zumachen.
Ich glaube somit von der Thatsache ausgehen zu