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16 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 8 (1911) Der Wille zur Macht : drittes und viertes Buch
Entstehung
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406
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4°6

ob nicht die Verzweiflung bloss die Folge eines Glaubensan die Gottheit de.r Wahrheit ist? ob nicht geradedas Lügen und Falschmachen (Umfälschen), das Sinn-Einlegen ein Werth, ein Sinn, ein Zweck ist? . . .

1069.

[Zeit, wo alleintuitiven Werthschätzungen derReihe nach in den Vordergrund treten, als ob man vonihnen die Direktive bekommen könne, die man sonstnicht mehr hat.

Wozu? Die Antwort wird verlangt 1) vom Ge-wissen, 2) vom Trieb zum Glück, 3) vomsozialen In-stinkt (Heerde), 4) von der Vernunft (Geist), nurum nicht wollen zu müssen, sich selbst dasWozusetzen zu müssen.

Endlich Fatalismus:es giebt keine Antwort,aberes geht irgend wohin,es ist unmöglich einWozu? zu wollen, mit Ergebung . . . oder Revolte . . .Agnostizismus in Hinsicht auf das Ziel.

Endlich Verneinung als Wozu des Lebens; dasLeben als Etwas, das sich als unwerth begreift undendlich aufhebt.]

1070.

Man hat mit einem willkürlichen und in jedem Be-tracht zufälligen Wort, dem WortePessimismus, einenMissbrauch getrieben, der wie ein Contagium um sichgreift: man hat das Problem dabei übersehen, in demwir leben, das wir sind. Es handelt sich nicht darum,wer Recht hat, es fragt sich, wohin wir gehören, obzu den Verurtheilten, den Niedergangs-Gebilden . . .