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Anmerkungen.
(Abkürzungen: JGB = Jenseits von Gut und Böse; Bd. III =
Band III der Gesammtausgabe von Nietzsche’s Werken; N. = Nietzsche;
Ms. = Manuscript; Z. = Zeile; Aph. = Aphorismus.)
Aphorismus
No. 8. — Z. ii. Im Original fehlt „ansetzen“.
No. 9. — S. 9, Z. 18. Nach den Anführungsstrichen folgen noch
die flüchtig und nur als Merkzeichen für N. selbst hinge-schriebenen Worte „Anfangend das neue Leben seltne, kurzeAugenblicke —“ (der Absatz S. 9, Z. 8—18 ist eine zu-sammenziehende Übersetzung der Absätze 9 — 11 inSpinoza’s De intettectus cmcndatione).
— S. 11. Im Ms. steht auf der gegenüberliegenden Heftseitedie in die „Genealogie der Moral“ (Bd. VII, S. 377 f.)übergegangene, daher im Text des vorliegenden Bandeswegzulassende Stelle über den Gewissensbiss in folgenderFassung:
„Merkwürdig Spinoza: ,ich verstehe unter con-
scientiae morsus die Traurigkeit, begleitet von der Vor-stellung einer vergangnen Sache, die gegen alles Er-warten ausgefallen ist“ (Eth. III, Profi. XVIII, Schol. III. fi. I47j8. Affect. Def. XVII, fi. 188). (Als Gegen-satz das gatidmm, wenn der erwartete Ausgang nichteintrifft und die Furcht plötzlich aufhört.) Trotz KunoFischer wäre es möglich, dass hier Spinoza die Be-zeichnung a fiotiori gewählt habe: und dass er als denobjectiven Kern jedes ,Gewissensbisses‘ das Bezeichneteansah. Er musste ja bei sich die Schuld leugnen:was war also ihm die Thatsache ,conscientiae morsus 1 ,welche übrig blieb!“
An einer andern Stelle des Ms. (Blatt 66):
„Es gab einen melancholischen Nachmittag, an demSpinoza mit sich unzufrieden war: ein kleines Vorkomm-niss wollte ihm nicht aus dem Sinn ■— ,ich verdieneTadel 1 sagte er sich endlich. Aber sofort kam er, alser sich sprechen hörte, zum Bewusstsein und sagte:,Das ist der morsus conscientiae\ Aber wie ist dermorsus conscientiae bei mir noch möglich ? 1 “
No. 10. — Alexander Herzen, der Lausanner Physiolog, in Le cerveauet l’activite ce'rebrale au fioint de vue fisycho-fihysiologique.