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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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Vogelstimme zu hören. Aber jenesJenseits nicht zuverstehen das bewundere ich beinahe. Man verstehtes überall, am besten in Frankreich. Ein Referent derNationalzeitung nahm das Buch als Zeichen der Zeit, alsdie echte, rechte Junker-Philosophie, zu der es der Kreuz-zeitung nur an Muth gebreche. Ein kleines Licht derBerliner Universität erklärte, in derRundschau, offen-bar in Rücksicht auf seine eigne Erleuchtung, das Buchfür psychiatrisch und citirte sogar Stellen dafür: Stellen,die das Unglück hatten, Etwas zu beweisen. EinHamburger Blatt erkannte in mir den alten Hegelianer!Das Litterarische Centralblatt gestand ein,den Fadenfür mich verloren zu haben (wann hat es ihn gehabt?)und citirte, zur Begründung, ein paar Worte über denSüden in der Musik: als ob eine Musik, die nicht inLeipziger Ohren geht, damit auf hörte, Musik zu sein!Es bleibt dennoch wahr, was ich dort im Princip bekenne:ü faut mediterraniser la musique. Eine theologischeUnschuld gab mir zu verstehn, mir liege gar nichts ander Logik, sondern einzig anschönem Stile: wie könneman ernst nehmen, was ich selbst so wenig ernst nähme? Dies Alles mag noch hingehn. Aber ich habe Fälleerlebt, wo dasVerständniss das Maass des Menschlichenüberschritt. Ein Schweizer Redacteur, vomBund,wusste dem genannten Werke nichts Anderes zu ent-nehmen, als dass ich mit demselben die Abschaffungaller anständigen Gefühle beantragte: man sieht, er hattesich bei den Wortenjenseits von Gut und Böse wirk-lich Etwas gedacht . . . Aber einem solchen Falle warmeine Humanität noch immer gewachsen. Ich dankteihm dafür, ich gab ihm selbst zu verstehn, Niemandhabe mich besser verstanden, er hats geglaubt . . .Ein Jahr darauf behandelte dasselbe Blatt meinen Zara-