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Vogelstimme zu hören. Aber jenes „Jenseits“ nicht zuverstehen — das bewundere ich beinahe. Man verstehtes überall, am besten in Frankreich. — Ein Referent derNationalzeitung nahm das Buch als Zeichen der Zeit, alsdie echte, rechte Junker-Philosophie, zu der es der Kreuz-zeitung nur an Muth gebreche. Ein kleines Licht derBerliner Universität erklärte, in der „Rundschau“, offen-bar in Rücksicht auf seine eigne Erleuchtung, das Buchfür psychiatrisch und citirte sogar Stellen dafür: Stellen,die das Unglück hatten, Etwas zu beweisen. — EinHamburger Blatt erkannte in mir den alten Hegelianer!Das Litterarische Centralblatt gestand ein, „den Faden“für mich verloren zu haben (wann hat es ihn gehabt? —)und citirte, zur Begründung, ein paar Worte über den„Süden in der Musik“: als ob eine Musik, die nicht inLeipziger Ohren geht, damit auf hörte, Musik zu sein!Es bleibt dennoch wahr, was ich dort im Princip bekenne:ü faut mediterraniser la musique. — Eine theologischeUnschuld gab mir zu verstehn, mir liege gar nichts ander Logik, sondern einzig an „schönem Stile“: wie könneman ernst nehmen, was ich selbst so wenig ernst nähme?— Dies Alles mag noch hingehn. Aber ich habe Fälleerlebt, wo das „Verständniss“ das Maass des Menschlichenüberschritt. Ein Schweizer Redacteur, vom „Bund“,wusste dem genannten Werke nichts Anderes zu ent-nehmen, als dass ich mit demselben die Abschaffungaller anständigen Gefühle beantragte: man sieht, er hattesich bei den Worten „jenseits von Gut und Böse“ wirk-lich Etwas gedacht . . . Aber einem solchen Falle warmeine Humanität noch immer gewachsen. Ich dankteihm dafür, ich gab ihm selbst zu verstehn, Niemandhabe mich besser verstanden, — er hat’s geglaubt . . .Ein Jahr darauf behandelte dasselbe Blatt meinen Zara-