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146.
Unschuld des Werdens: ohne Zweck.
(Viel weniger Absicht in unsern Thaten, als wirvorgeben. Eitelkeit in der Annahme von Zwecken!)
2. Handlung, Trieb, Lust, freier Wille.
(Der Haushalt unsrer Triebe geht einstweilen weitüber unsre Einsicht. Die wesentlich fehler-hafte Selbstbeobachtung bei allen Handelnden istin die Moral übergegangen.)
3. Der Typus der Moral unter Mächtigen.
4. Der Typus der Moral unter Unfreien.
5. Das Individuum und die Gemeinde.
(„Individuum als Resultat“! Collectiv-Gewissen.)
6. Das „Leben für Andere“ und das „Unegoistische“.
7. Strafe, Rache, die Verantwortlichkeit.
(Zweck heiligt Mittel.)
8. Moral als Zeichensprache des Leibes.
Die zwei Bewegungen in der Zukunft.
9. Die Aneignung der Geschichte unter der Leitung
der Reize und der Triebe, — es giebt keine „ob-jective Historie“.
10. Böse eine Vorstufe des Guten: die neue Werth-
schätzung und ihre Geschichte. Die organischeFunction des Bösen (das Schöpferische undSchaffende). Die Menschheit als Kraftmasse,welche wächst und sich ausgeben muss. DieZukunft der Menschlichkeit — nicht jenerzärtliche Begriff (Morgenröthe Nr. 469).
Ausgang: die Leugnung der moralischen Be-deutsamkeit — Geburt der Tragödie.