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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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die Musik, auf die Höhe gebracht: man vergebe es einemmitunter melancholischen Beobachter, wenn er die deutscheMusik des 19. Jahrhunderts auch nur als eine glänzende,vielfache und gelehrte Form des Verfalls zu erkennenvermag. Es hat in demselben vielverlästerten Jahrhun-dert ebenfalls in den bildenden Künsten eine verschwen-derische Lust und Kraft gezeigt: der deutsche Barock-stil in Kirche und Palast gehört als Nächstverwandterzu unsrer Musik, — er bildet im Reiche der Augen die-selbe Gattung von Zaubern und Verführungen, welcheunsre Musik für einen anderen Sinn ist. Zwischen Leib-niz und Schopenhauer (geboren 1788) hat Deutschlandden ganzen Kreis origineller Gedanken ausgedacht, alsoebenfalls innerhalb jener Jahrhunderte: — und auch diesePhilosophie, mit ihrem Zopf und Begriffs-Spinngewebe,ihrer Geschmeidigkeit, ihrer Schwermuth, ihrer heimlichenUnendlichkeit und Mystik gehört zu unsrer Musik undist eine Art Barocco im Reiche der Philosophie.

286.

Die Vertrauensseligkeit des vorigen Jahrhunderts.Ducis. Zärtlichkeit, Schwung, Delicatesse — Beethoven.

Das Vertrauen in die Weltordnung („in Gott“) alsAusfluss nobler Gefühle.

Mozart —• städtisch, social, höfisch.

Haydn ländlicher, vielleicht Zigeunerblut (schwarz);„Heide“ (paganus)l

287.

Beethoven gehört zu Rousseau und zu jener huma-nitären Strömung, welche der Revolution theils voraus-