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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
Entstehung
Seite
115
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Gegen das Alterthum gehalten, das an die Vernunft(die göttliche Herkunft der Vernunft), an die Tugend(als höchste Vernünftigkeit und Unabhängigkeit desGeistes) glaubte, lehrt das Christenthum den Verdacht,dass Alles im Grunde böse und unverbesserlich sei, dassder Stolz des Geistes seine grösste Gefahr sei u. s. w.

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Plato meint, die Todten im Hades seien rechtePhilosophen: vom Leibe erlöst.

244.

Die Philosophen-Moral von Sokrates ab eine Don-Quixoterie, ein gutes Stück Schauspielerei, ein Selbst-Missdeuten. Was sie eigentlich ist? —

Sie ist idiosynkratisch: die Begeisterung für Dia-lektik, optimistisch —; die überreizbare Sinnlichkeit undfolglich Furcht vor den Sinnen. Die grösste allerSchwindeleien und Selbstverlogenheiten, zwischen gut,wahr und schön eine Identität zu setzen und diese Ein-heit darzustellen.

Der Kampf gegen die Sophisten ist psychologischschwer zu fassen: es ist eine Abtrennung nöthig, umnicht mit ihnen verwechselt zu werden (wozu Alles einlud,weil sie nämlich sich verwandt fühlten: Wettbewerb umdie Jünglinge —).

Tugend und Ironie und Scharfsinn bei Sokrates. BeiPlato der Verliebte, der Künstler (?), der Oligarch.

Unabhängigkeitserklärung, Auswanderung aus derPolis, Ablösung von der Plerkunft —