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weise, otium, Herrschen, Ehrfurcht u. s. w., durch edel-vornehme Umgebung von Mensch und Natur); endlich:sie haben an’s Individuum gedacht und nicht an dieFortdauer des Edlen durch Zeugung. Kurzsichtig! Nurfür dreissig Jahre und nicht länger!
206.
Die Vergeistigung als Ziel gesetzt: so ist die scharfeGegensetzung von Gut und Böse, Tugend und Lasterein Zuchtmittel, den Menschen zum Herrn über sich zumachen, eine Vorbereitung zur Geistigkeit. — Aber wennnicht Versinnlicliung dabei ist, so wird der Geist sehr dünn.
207.
Es ist immer weniger physische Kraft nöthig: mitKlugheit lässt man Maschinen arbeiten, der Mensch wirdmächtiger und geistiger.
208.
Tugend als das schliessliche Resultat vieler aufge-wendeten Arbeit und Bemühung; doch zumeist erst anspäteren Individuen hervortretend. „Begabung“ ist das-selbe, — ein gut eingeübter Mechanismus.
209.
Manche, im Grunde flache und leichte Wesen —Völker sowohl wie Einzelne •— haben ihre schätzens-werthesten und höchsten Augenblicke, wenn sie einmal,zu ihrer Verwunderung, schwer und schwermüthig werden.Ebenso ist vielleicht für das Vieh von Pöbel, welches
Nietzsche, Werke II. Abtheilung 1 , Bd. XIV. *-