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14 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 6 (1904) Unveröffentlichtes aus der Umwerthungszeit : (1882/83 - 1888)
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weise, otium, Herrschen, Ehrfurcht u. s. w., durch edel-vornehme Umgebung von Mensch und Natur); endlich:sie haben ans Individuum gedacht und nicht an dieFortdauer des Edlen durch Zeugung. Kurzsichtig! Nurfür dreissig Jahre und nicht länger!

206.

Die Vergeistigung als Ziel gesetzt: so ist die scharfeGegensetzung von Gut und Böse, Tugend und Lasterein Zuchtmittel, den Menschen zum Herrn über sich zumachen, eine Vorbereitung zur Geistigkeit. Aber wennnicht Versinnlicliung dabei ist, so wird der Geist sehr dünn.

207.

Es ist immer weniger physische Kraft nöthig: mitKlugheit lässt man Maschinen arbeiten, der Mensch wirdmächtiger und geistiger.

208.

Tugend als das schliessliche Resultat vieler aufge-wendeten Arbeit und Bemühung; doch zumeist erst anspäteren Individuen hervortretend.Begabung ist das-selbe, ein gut eingeübter Mechanismus.

209.

Manche, im Grunde flache und leichte WesenVölker sowohl wie Einzelne haben ihre schätzens-werthesten und höchsten Augenblicke, wenn sie einmal,zu ihrer Verwunderung, schwer und schwermüthig werden.Ebenso ist vielleicht für das Vieh von Pöbel, welches

Nietzsche, Werke II. Abtheilung 1 , Bd. XIV. *-