worden: höchstens könnte man fragen, ob es nicht ent-artende Rassen gebe, welche sich so zu den Dingenstellen, wie es der inneren Absichtlichkeit auf Unterganghin gemäss ist, — also wider das Leben. Aber das Ab-sterben des Veralteten oder Missrathenen gehört selberin die Consequenz der Erhaltung des Lebens: weshalbGreise greisenhaft und echte Christen weltmüde, welt-feindlich urtheilen mögen.
An sich wäre es möglich, dass zur Erhaltung desLebenden gerade Grund-Irrthümer nöthig wären, undnicht „Grund-Wahrheiten“. Es könnte z. B. ein Daseingedacht werden, in welchem Erkennen selber unmöglichwäre, weil ein Widerspruch zwischen absolut Flüssigemund der Erkenntniss besteht: in einer solchen Welt müssteein lebendes Geschöpf erst an Dinge, an Dauer u. s. w.glauben, um existiren zu können: der Irrthum wäreseine Existenz-Bedingung. Vielleicht ist es so.
3 °-
Man arbeitet mit Voraussetzungen, z. B. dass Er-kenntniss möglich ist.
3
Die Erkenntniss ist ihrem Wesen nach etwas Setzen-des, Erdichtendes, Fälschendes: —
3 2 -
Die Entwicklung der List, der Widerspänstigkeit,in der Erkenntniss.