I. Erkenntnisstheorie.
i.
Es ist beinahe komisch, dass unsre Philosophen ver-langen, die Philosophie müsse mit einer Kritik des Er-kenntnisvermögens beginnen: ist es nicht sehr un-wahrscheinlich, dass das Organ der Erkenntniss sich selber„kritisiren“ kann, wenn man misstrauisch geworden istüber die bisherigen Ergebnisse der Erkenntniss? DieReduction der Philosophie auf den „Willen zu einerErkenntnisstheorie“ ist komisch. Als ob sich so Sicher-heit finden liesse! —
2.
Ein Werkzeug kann nicht seine eigne Tauglichkeitkritisiren: der Intellect kann nicht selber seine Grenze,auch nicht sein Wohlgerathensein oder sein Missrathen-sein bestimmen.
Ein Erkenntniss-Apparat, der sich selber erkennenwill!! Man sollte doch über diese Absurdität der Auf-gabe hinaus sein! (Der Magen, der sich selbst aufzehrt!—)
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