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Ursache imaginirt wird, nachdem die Wirkung erfolgtist . . . Dasselbe gilt auch von der Abfolge der Ge-danken: — wir suchen den Grund zu einem Gedanken,bevor er uns noch bewusst ist: und dann tritt zuerst derGrund und dann dessen Folge in’s Bewusstsein . .. Unserganzes Träumen ist die Auslegung von Gesammt- Ge-fühlen auf mögliche Ursachen: und zwar so, dass einZustand erst bewusst wird, wenn die dazu erfundeneCausalitäts-Kette in’s Bewusstsein getreten ist.
Die ganze „innere Erfahrung“ beruht darauf, dasszu einer Erregung der Nerven-Centren eine Ursache ge-sucht und vorgestellt wird — und dass erst die gefundeneUrsache in’s Bewusstsein tritt: diese Ursache ist schlechter-dings nicht adäquat der wirklichen Ursache, •— es ist einTasten auf Grund der ehemaligen „inneren Erfahrungen“,d. h. des Gedächtnisses. Das Gedächtniss conservirt aberauch die Gewohnheit der alten Interpretationen, d. h.der irrthümlichen Ursächlichkeit, — sodass die „innereErfahrung“ in sich noch die Folgen aller ehemaligenfalschen Causal-Fictionen zu tragen hat. Unsere „Aussen-welt“, wie wir sie jeden Augenblick projiciren, ist un-auflöslich gebunden an die alten Irrthümer von Gründen:wir legen sie aus mit dem Schematismus des „Dings“ u. s.w.
Die „innere Erfahrung“ tritt uns in’s Bewusstseinerst nachdem sie eine Sprache gefunden hat, die dasIndividuum versteht — d. h. eine Übersetzung einesZustandes in ihm bekanntere Zustände —: „verstehen“das heisst naiv bloss: etwas Neues ausdrilcken könnenin der Sprache von etwas Altem, Bekanntem. Z. B.„ich befinde mich schlecht“ — ein solches Urtheil setzteine grosse und späte Neutralität des Beobachten-den voraus —: der naive Mensch sagt immer: das und dasmacht, dass ich mich schlecht befinde, — er wird über