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15 : Abth. 2, Nachgelassene Werke ; Bd. 7 (1901) Der Wille zur Macht : Versuch einer Umwerthung aller Werthe ; (Studien und Fragmente)
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erhaltung, welche der jüdische Instinct erfunden hatte,nochmals und in einer letzten Steigerung zu ihrer Selbst-erhaltung anwenden); andererseits dadurch, dass diegriechische Philosophie der Moral Alles gethan hatte,um einen Moral-Fanatismus selbst unter Griechen undRömern vorzubereiten und schmackhaft zu machen . . .Plato, die grosse Zwischenbrücke der Verderbniss, derzuerst die Natur in der Moral nicht verstehen wollte, derbereits die griechischen Götter mit seinem Begriffgutentwerthet hatte, der bereits jüdisch angemuckertwar ( in Ägypten?).

119.

Dass es nicht darauf ankommt, ob Etwas wahr ist,sondern wie es wirkt: absoluter Mangel an in-tellectueller Rechtschaffenheit. Alles ist gut, dieLüge, die Verleumdung, die unverschämteste Zurecht-machung, wenn es dient, jenen Wärmegrad zu erhöhen,

bis manglaubt.

Eine förmliche Schule der Mittel der Verführungzu einem Glauben: principielle Verachtung der Sphären,woher der Widerspruch kommen könnte ( der Ver-nunft, der Philosophie und Weisheit, des Misstrauens, derVorsicht); ein unverschämtes Loben und Verherrlichender Lehre unter beständiger Berufung darauf, dass Gottes sei, der sie gebe, dass der Apostel Nichts bedeute,

dass hier Nichts zu kritisiren sei, sondern nur zuglauben, anzunehmen; dass es die ausserordentlichsteGnade und Gunst sei, eine solche Erlösungslehre zu em-pfangen; dass die tiefste Dankbarkeit und Demuth derZustand sei, in dem man sie zu empfangen habe . . .

Es wird beständig speculirt auf die Ressentiments,welche diese Niedrig-Gestellten gegen Alles, was in Ehren